Bessere Noten erzielt, die Versetzung geschafft oder in Rekordzeit Deutsch gelernt – in diesem Beitrag berichten 3 Chancenstipendiat*innen des Jahrgangs 2025/2026 und ihre Lehrkräfte, wie die jungen Menschen mit Mut und Geduld, Motivation und Fleiß ihre Ziele erreichen konnten.
Mutgeschichte von Ratil, 12 Jahre alt
Ratils Nachhilfelehrerin findet viele lobende Worte für die 12-Jährige: „Ratil hat im Verlauf der Förderung eine sehr positive Entwicklung gezeigt. Besonders in den Fächern Mathematik, Deutsch und Englisch hat sie sich deutlich verbessert und erzielt mittlerweile sehr gute Leistungen. Ihr Selbstvertrauen ist spürbar gewachsen und sie geht motiviert und verantwortungsvoll mit ihrem Lernen um. Die Unterstützung hat sie sehr gestärkt und ihr großes Potenzial zum Vorschein gebracht.“ Ratil konnte sich in ihren Nachhilfefächern Deutsch und Mathe jeweils um eine ganze Note steigern und gehört nun zu den Besten in ihrer 5. Klasse. Damit stehen die Chancen sehr gut, dass Ratil mit der Versetzung in die 7. Klasse – nach dem Ende der Erprobungstufe, welche in Nordrhein-Westfalen die Klassen 5 und 6 als pädagogische Einheit umfasst – ein Gymnasium besuchen kann.
Mutgeschichte von Yaw, 15 Jahre alt
„Es hat Spaß gemacht, mit anderen zusammenzuarbeiten und neue Perspektiven zu akzeptieren“, berichtet uns Chancenstipendiat Yaw zum Ende seiner Förderung. Besonders habe ihm zudem gefallen, dass er mit Unterstützung neue Dinge lernen konnte. Seine Nachhilfelehrerin findet viele lobende Worte für Yaw: „Als er zu uns kam, sprach er noch kein Wort Deutsch. Wir haben noch keinen Schüler erlebt, der so schnell und mit so viel Eifer und Disziplin derart sicher die deutsche Sprache gelernt hat wie Yaw. Sein großes Ziel war es, möglichst schnell von der Integrations- in die Regelklasse zu kommen und von der Hauptschule auf die Realschule zu wechseln. Dies hat er erreicht. Er wurde bereits für das kommende Schuljahr auf einem Gymnasium aufgenommen.“
Mutgeschichte von Nasiela, 8 Jahre alt
„Nasiela spricht mit ihren Eltern und Geschwistern Persisch, ihr deutscher Wortschatz ist sehr begrenzt. Trotz einer sehr guten Auffassungsgabe hat sie Probleme, komplexere Zusammenhänge in deutscher Sprache zu verstehen. Mit mehr Unterstützung könnte sie ihr Potenzial sicherlich entfalten“, schreibt uns die Lehrerin von Nasiela zu Beginn des Jahres 2025. Nasiela besucht damals die 1. Klasse der Grundschule, eine Zurückstufung steht im Raum. Nur ein halbes Jahr später steht auf ihrem Zeugnis: „Du kannst stolz auf dich sein! Du rückst vor in die Jahrgangsstufe 2.“ Nasiela konnte große Fortschritte in der deutschen Sprache erzielen, außerdem berichtet ihre Nachhilfelehrerin: „Nasiela ist selbstbewusster geworden und hat keine Angst mehr vor der Schule oder vor Leistungsdruck.“ Und ihre Klassenlehrerin ergänzt: „Es ist ihr gelungen, ihre Zurückhaltung gegenüber den Lehrkräften abzulegen. Ihren Mitschülerinnen und Mitschülern gegenüber wurde sie offener und zugänglicher.“
Wir sind stolz auf unsere Chancenstipendiat*innen und freuen uns mit ihnen über ihre Erfolge! In unserer 3-teiligen Serie zum Chancenstipendium 2025/2026 erfahren Sie noch mehr über unsere motivierten Schützlinge.
Starke Partner für starke Kinder
Für 200 Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 18 Jahren wurde das Chancenstipendium ermöglicht durch die finanzielle Unterstützung der international aktiven Kinderhilfsorganisation BILD hilft e.V. „Ein Herz für Kinder“. Dafür bedanken wir uns von ganzem Herzen!